Orne, Bellou-le-Trichard 5 Schlafplätze, 2 Schlafzimmer, (neu)
Versteckt im Süden der Normandie liegt das Département Orne, eines der bestgehüteten Geheimnisse Frankreichs. Benannt nach dem 170 Kilometer langen Fluss, der sich durch die grüne Landschaft schlängelt, bietet dieses Binnenjuwel alles, was Fans von Natur, Geschichte und echter französischer Lebensart suchen. Und was gibt es Besseres, als diese üppige Umgebung direkt zwischen den Ästen zu erleben?
Orne hebt sich von seinen normannischen Nachbarn ab, denn es ist das einzige Département der Region ohne Küste. Was ihm an Meerblick fehlt, macht es mit unberührter Natur, dichten Wäldern, sanften Hügeln und ruhigen Wasserläufen mehr als wett.
Das Département erstreckt sich über mehr als 6.100 Quadratkilometer Bocage-Landschaft, geprägt von Hecken, Herrenhäusern und traditionellen Dörfern. Rund die Hälfte von Orne liegt in zwei großen regionalen Naturparks: Normandie-Maine und Perche. Allein die Wälder von Ecouves, Andaines und Belleme bedecken über 20.000 Hektar und bieten endlose Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren und Reiten.
Mit 413 Metern ist der Signal d'Ecouves der höchste Punkt der gesamten Normandie und belohnt dich mit weiten Ausblicken über dieses grüne Mosaik. Der Lac de Rabodanges mit fast 240 Hektar ist der größte See der Basse-Normandie und ein beliebter Ort für Wassersport und Entspannung.
Wenn du ein Baumhaus in Orne buchst, wachst du in einer der waldreichsten Regionen Frankreichs auf. Die ausgeprägte Waldlandschaft mit Eichen, Buchen und Kastanien schafft ideale Bedingungen für besondere Unterkünfte hoch über dem Boden.
Dieses kleine Dorf in einer Schleife der Sarthe wird oft als das "kleine Barbizon" der Normandie bezeichnet und begeistert Künstler seit über einem Jahrhundert. Maler wie Camille Corot, Gustave Courbet und Henri Harpignies fanden hier Inspiration und hinterließen ihre Spuren an den Wänden lokaler Gasthäuser. In der Auberge des Soeurs Moisy befindet sich der faszinierende "Salle des Decapites", in dem reisende Künstler bei Kerzenlicht Silhouetten direkt auf die Wände zeichneten. Heute gehört Saint-Ceneri-le-Gerei offiziell zu den "schönsten Dörfern Frankreichs" und zieht weiterhin aktive Künstler in seine Galerien und Ateliers.
Die Region Perche im Südosten von Orne ist ein beliebtes Wochenendziel für Pariser, die gutes Essen, Antiquitäten und Handwerkskunst lieben. Das Manoir de Courboyer gilt als Tor zum Naturpark und bietet das ganze Jahr über Workshops und Veranstaltungen an. Sanfte Hügel, Fachwerkherrenhäuser und ruhige Wege machen die Gegend ideal für Radtouren und gemütliche Entdeckungen.
Nur wenige wissen, dass die Region Perche eine zentrale Rolle bei der Gründung von Französisch-Kanada spielte. Zwischen 1634 und 1666 wanderten etwa 246 Menschen von hier aus an den Sankt-Lorenz-Strom aus. Heute können Millionen Frankokanadier ihre Wurzeln auf Familien aus dem Perche zurückführen. Das Museum der französischen Auswanderung nach Kanada in Tourouvre würdigt dieses besondere Erbe und heißt Besucher willkommen, die ihre Familiengeschichte erforschen möchten. Auch bekannte Namen wie Celine Dion und Justin Trudeau haben normannische Vorfahren.
Dieser Thermalort aus dem 19. Jahrhundert hat sich seine elegante Atmosphäre bewahrt, mit Casino, prachtvollen Hotels und einem ruhigen See, umgeben vom 7.000 Hektar großen Wald von Andaines. Die Thermalquellen ziehen noch immer Gäste an, die Erholung suchen, und die Architektur versetzt dich direkt in eine stilvolle vergangene Zeit.
Trotz seines ländlichen Charakters ist Orne sehr gut erreichbar. Von Paris aus bist du mit dem Auto über die Autobahnen A28 und A88 in weniger als zwei Stunden da. Regionalzüge verbinden Paris-Montparnasse mit Alencon, der Hauptstadt des Départements. Fährhäfen wie Caen erreichst du in etwa einer Stunde, Cherbourg in zwei Stunden und den Eurostar-Terminal in Calais in unter drei Stunden.
Jede Jahreszeit hat in Orne ihren eigenen Reiz. Im Frühling blühen die Apfelbäume und das Bocage wird sattgrün. Der Sommer lädt zu langen Tagen draußen ein. Der Herbst begeistert mit buntem Laub und Erntefesten. Selbst der Winter hat seinen Charme, mit nebligen Wäldern und gemütlichen Restaurants, die deftige normannische Küche servieren.
Die Küche von Orne ist tief verwurzelt. Neben dem berühmten Camembert, der 1791 im gleichnamigen Dorf entstand, erwarten dich Livarot, auch "Le Colonel" genannt wegen seiner fünf Binsenbänder, und der cremige Pont-l'Eveque. Die Blutwurst aus Mortagne-au-Perche genießt Kultstatus, dazu kommen regionale Cidres und der geschützte Domfrontais-Poire. Ein im Eichenfass gereifter Calvados rundet jedes Essen perfekt ab.
Ein Aufenthalt im Baumhaus in Orne bietet etwas, das immer seltener wird: Abschalten vom Alltag und wieder eintauchen in Natur, Geschichte und echte französische Traditionen. Ob du durch mittelalterliche Dörfer schlenderst, handgemachten Käse direkt vom Hof probierst oder einfach das Lichtspiel in den alten Baumkronen genießt, Orne hinterlässt bleibende Eindrücke. Buche jetzt dein Baumhaus und lass dich von diesem stillen Teil der Normandie verzaubern.