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Baumhaus vermietung Schottland

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Schottland: Eine Landschaft geformt von Eis, Feuer und 3 Milliarden Jahren Geschichte

Bevor du an Schottland denkst, vergiss für einen Moment die Postkartenklischees. Hier liegst du auf Gestein, das zu den ältesten der Erde gehört und rund 3 Milliarden Jahre alt ist. Die Lewisian-Gneise im Nordwesten der Highlands entstanden, als das Leben auf unserem Planeten kaum mehr als Mikroben kannte. Schottland liegt auf demselben Breitengrad wie Teile Norwegens und Alaskas. Dank des Atlantiks und des Golfstroms herrscht hier jedoch ein mildes, gemäßigtes Seeklima, das die Landschaft das ganze Jahr über überraschend grün hält.

Schottland umfasst etwa 78.000 Quadratkilometer und ist damit das zweitgrößte Land des UK. Allein die Festlandküste erstreckt sich über mehr als 9.900 Kilometer. Zählt man die 790 vorgelagerten Inseln dazu, kommt man auf rund 16.500 km Küstenlinie, etwa 8 Prozent der gesamten europäischen Küste. Rund 97 dieser Inseln sind bewohnt und Heimat von etwas mehr als 100.000 Menschen. Die Bevölkerung Schottlands liegt bei etwa 5,55 Millionen und hat kürzlich einen Höchststand erreicht. Dennoch wirken weite Teile des Landes herrlich leer. Rund 70 Prozent der Menschen leben im Central Belt zwischen Edinburgh und Glasgow, während Highlands, Borders und Inseln dünn besiedelt bleiben.

Das Land teilt sich in drei große Landschaftszonen: die Southern Uplands, die Central Lowlands und die Highlands. Die Highland Boundary Fault verläuft von Helensburgh im Südwesten bis Stonehaven im Nordosten und bildet eine markante geologische Grenze. Nördlich und westlich davon ragt das gebirgigste Terrain Großbritanniens auf, gekrönt vom Ben Nevis mit 1.345 Metern, dem höchsten Berg des gesamten UK. Wälder bedecken etwa 17 Prozent der Fläche, Grasland und Weideflächen rund 67 Prozent. Deshalb fühlt sich so viel von Schottland wie unberührte Wildnis an.

Warum ein Baumhausurlaub in Schottland anders ist als alles andere

Wunderschöne Orte für ein Baumhaus gibt es viele. Doch Schottland bietet eine Kombination, die nur wenige Reiseziele erreichen: uralte Wälder, dramatische Landschaften, erstklassige Sternenhimmel, fast grenzenlose Freiheit und eine kulturelle Tiefe, die dich überraschen wird.

Streif umher, wohin du willst

Schottland hat eines der fortschrittlichsten Zugangsrechte weltweit. Das Land Reform Act von 2003 verankert das sogenannte "right to roam". Es erlaubt Einheimischen wie Besuchern, den Großteil des Landes und der Binnengewässer zu Erholungszwecken zu nutzen. Dazu gehören Wandern, Radfahren, Reiten, Wildschwimmen, Kanufahren und sogar Wildcampen, solange du dich verantwortungsvoll verhältst. In einem Land, in dem rund 83 Prozent der Flächen privat sind, ist das außergewöhnlich. Wenn du morgens aus deinem Baumhaus trittst, gehört die Landschaft gefühlt dir, ob zu Fuß, mit dem Bike oder im Kajak auf dem nächsten Loch.

Sterne, wie du sie noch nie gesehen hast

Schottland besitzt einige der größten Dark-Sky-Gebiete Europas. Der Galloway Forest Park war der erste International Dark Sky Park im UK und weltweit erst der vierte. In klaren Nächten kannst du dort über 7.000 Sterne mit bloßem Auge sehen, statt etwa 100 wie in einer typischen Stadt. Auch Tomintoul und Glenlivet in den Cairngorms tragen diesen Status und sind der nördlichste Park dieser Art weltweit. Die Isle of Coll hat keine einzige Straßenlaterne und ist offiziell eine Dark Sky Community. Moffat in Dumfries and Galloway gilt als erste Dark Sky Town Europas. Nach einem Abend im Baumhaus hinauszutreten und die Milchstraße in voller Pracht zu sehen, ist ein Moment, den du nie vergisst.

Jahreszeiten, die alles verändern

Schottland ist nicht nur im Sommer reizvoll. Im Herbst leuchten die Highlands in Kupfer- und Goldtönen, und die längeren Nächte erhöhen die Chancen auf Nordlichter, besonders im hohen Norden. Im Winter zeigt sich die Landschaft rau und klar, Berge und Täler wirken fast archaisch. Der Frühling bringt Wildblumen, brütende Seevögel und lange Abende. Jede Jahreszeit zeigt dir ein anderes Schottland, und vom Baumhaus aus erlebst du diese Veränderungen aus erster Reihe.

Perfekt für kurze Trips und lange Auszeiten

Egal ob du aus den USA anreist, aus einem anderen Teil des UK mit dem Auto kommst oder vom europäischen Festland: Schottland ist kompakt und zugleich unglaublich vielfältig. Edinburgh und Glasgow verfügen über internationale Flughäfen. Von Edinburgh erreichst du die Highlands in weniger als zwei Stunden mit dem Auto. Die Inseln sind per Fähre oder Inlandsflug angebunden. Du kannst ein langes Wochenende intensiv nutzen oder dir eine Woche Zeit nehmen und alles entspannt angehen.

Abseits der Klassiker: Schottlands unterschätzte Highlights

Viele steuern direkt Edinburgh Castle, die Isle of Skye oder Loch Ness an. Zu Recht, aber Neugier wird hier besonders belohnt.

Kilmartin Glen

In Argyll liegt ein unscheinbares Tal mit einer der höchsten Dichten prähistorischer Stätten Europas. Über 800 Relikte auf nur etwa 10 Kilometern: Steinkreise, Grabhügel und Felsritzungen, die älter sind als die ägyptischen Pyramiden. Oft begegnest du hier kaum einer Menschenseele.

Fingal's Cave auf Staffa

Diese Meeresgrotte entstand vor Millionen Jahren durch Vulkanausbrüche. Sechseckige Basaltsäulen säumen die Höhle und erinnern an den Giant's Causeway in Nordirland. Die besondere Akustik inspirierte Felix Mendelssohn. Bootstouren starten von der Isle of Mull oder aus Oban.

Die Borders Abbeys

In den Scottish Borders stehen vier mittelalterliche Abteien: Melrose, Dryburgh, Kelso und Jedburgh. Sir Walter Scott ist in Dryburgh begraben. Auf der 4 Abbeys Cycling Route kannst du alle vier per Rad verbinden und durch sanfte Hügellandschaften fahren, ganz anders als die rauen Highlands, aber genauso schön.

Die Shetland-Inseln

Geografisch näher an Oslo als an London, waren die Shetlands über 600 Jahre lang unter Wikingerherrschaft. Das jährliche Up Helly Aa Feuerfestival zählt zu den außergewöhnlichsten Events im UK. Zudem gehören die Inseln zu den besten Orten für Nordlichter und riesige Seevogelkolonien. 84 der Shetland-Inseln sind unbewohnt.

Die Dunmore Pineapple

Nahe Falkirk krönt ein Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert in Form einer riesigen Ananas einen ummauerten Garten. Errichtet von Lord Dunmore nach seiner Zeit als Gouverneur von Virginia, greift es eine maritime Tradition auf: Seefahrer stellten eine Ananas auf eine Laterne, um ihre Rückkehr aus fernen Ländern zu signalisieren. Heute wird der Ort vom Landmark Trust betreut.

Cairnpapple Hill

Nur eine kurze Fahrt von Edinburgh entfernt liegt diese 5.500 Jahre alte Kultstätte in West Lothian. Während viele zu bekannteren Orten in den Highlands strömen, genießt du hier weite Ausblicke und eine eindrucksvolle Henge-Anlage, die kaum jemand kennt.

Dein Baumhaustrip in Schottland: Fünf Ideen, die andere verpassen

  1. Beobachte Sterne an einem zertifizierten Dark-Sky-Ort. Ob im Galloway Forest Park im Süden oder in den Cairngorms im Norden: Such dir eines der offiziellen Dark-Sky-Gebiete. Bring ein Fernglas mit, zieh dich warm an und gib deinen Augen mindestens 20 Minuten Zeit zur Anpassung. Im Herbst und Winter kannst du mit etwas Glück die Aurora Borealis am Nordhorizont tanzen sehen.

  2. Fahr eine weniger bekannte Route. Statt der stark frequentierten North Coast 500 probier die Perthshire Tourist Route nördlich von Dunblane oder die Angus Coastal Route von Dundee nach Aberdeen. Beide bieten nonstop Ausblicke und versteckte Stopps ohne Massen. Der Bealach na Ba, gälisch für Pass des Viehs, schlängelt sich auf der Applecross-Halbinsel bis auf 626 Meter hinauf und belohnt dich mit Panoramablicken.

  3. Sammle Wildes aus der Natur, aber verantwortungsvoll. Schottlands Landschaft ist eine Speisekammer im Wandel der Jahreszeiten: Bärlauch im Frühling, Heidelbeeren und Himbeeren im Sommer, Brombeeren und Pilze im Herbst, Algen das ganze Jahr an der Küste. Das Scottish Outdoor Access Code erlaubt nicht-kommerzielles Sammeln für den Eigenbedarf. Bestimme Pflanzen immer sicher und nimm nur so viel, wie du brauchst. Geführte Touren mit lokalen Experten sind eine tolle Möglichkeit, mehr zu lernen.

  4. Entdecke uralte Steinkreise. Neben dem berühmten Ring of Brodgar auf Orkney findest du überall im Land Megalithstätten. Machrie Moor auf Arran, die Callanish Stones auf Lewis oder die wenig besuchten Steine von Kilmartin Glen verbinden dich direkt mit einer über 5.000 Jahre alten Vergangenheit. Viele dieser Orte sind kostenlos zugänglich und oft menschenleer.

  5. Finde einen Strand, den du hier nie erwartet hättest. Schottland überrascht mit Stränden, die fast karibisch wirken. Die Achmelvich Bay im Nordwesten begeistert mit klarem Wasser und weißem Sand. Die Sandwood Bay in Sutherland erreichst du nur zu Fuß, wirst aber mit einem kilometerlangen goldenen Strand belohnt, an dem du vielleicht ganz allein bist. Auf Shetland wird St Ninian's Isle regelmäßig mit tropischen Stränden verglichen.

Praktische Infos für deine Baumhaus-Auszeit

Anreise

Die Flughäfen Edinburgh und Glasgow bieten internationale und nationale Verbindungen, darunter Direktflüge aus vielen Städten in den USA, Europa und Australien, oft via London. Mit dem Auto erreichst du die schottischen Lowlands bequem über die Hauptautobahnen aus England oder Wales. Aus Irland verkehren regelmäßig Fähren an die Westküste.

Beste Reisezeit

Im Sommer von Juni bis August sind die Tage am längsten und die Temperaturen mild, auch wenn das Wetter berüchtigt wechselhaft ist. September und Oktober bringen Herbstfarben und weniger Besucher. Der Winter eignet sich perfekt für Sternenhimmel, gemütliche Abende im Baumhaus und dramatische Schneelandschaften. Im Frühling von März bis Mai ist es ruhiger, Wildblumen blühen und die Tierwelt wird aktiv.

Was du einpacken solltest

Zwiebellook ist Pflicht, denn vier Jahreszeiten an einem Tag sind hier keine Seltenheit. Eine wasserdichte Jacke, feste Wanderschuhe, ein warmer Fleece und ein Fernglas für Tiere und Sterne sind immer sinnvoll. In den Highlands können zwischen Juni und September Midges lästig sein. Ein gutes Insektenspray oder ein Mückennetz ist dann hilfreich.

Währung und Sprache

Bezahlt wird mit dem britischen Pfund Sterling. Englisch wird überall gesprochen, doch besonders in den Highlands und auf den Inseln siehst du gälische Ortsnamen auf Straßenschildern. Ein paar Begriffe zu kennen lohnt sich: Loch heißt See, Glen bedeutet Tal, Ben steht für Berg und Brae für Hang.

Schottlands Nationaltier

Es ist das Einhorn. Kein Scherz. Seit Jahrhunderten ist es ein heraldisches Symbol Schottlands und begegnet dir auf Wappen, Gebäuden und sogar an Pub-Schildern. Eine dieser charmanten Überraschungen, die das Land ganz selbstverständlich bereithält.

Buche ein Baumhaus in Schottland und wach mitten in der Wildnis auf

Schottland ist kein Reiseziel, das du einfach abhaken kannst. Es schleicht sich unter deine Haut, durch den Duft von Kiefern und Torf, durch das Rauschen des Windes in uralten Bäumen und durch die fast unwirkliche Stille eines sternenklaren Nachthimmels. Ein Aufenthalt im Baumhaus bringt dich mitten hinein in dieses Gefühl, hoch oben zwischen den Ästen, umgeben von Natur, mit einer der dramatischsten Landschaften der Welt in alle Richtungen. Buch jetzt dein Baumhaus und tausche das Gewöhnliche gegen etwas Außergewöhnliches.

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